Zeit, die Kamera einmal umzudrehen. An den meisten Tagen bin ich hinter der Linse, jage dem Licht nach, setze Momente in Szene und erzähle die Geschichten anderer. Aber diesmal ist es meine. Kein Interviewer, kein Skript – nur ich, der sich selbst die Fragen stellt, die du dir wahrscheinlich auch stellen würdest. Sieh es als einen kurzen Blick hinter die Kulissen, als einen Einblick in das, was mich antreibt, inspiriert und mich immer wieder auf Aufnahme drücken lässt.
Einmal die Kamera umgedreht.
An den meisten Tagen stehe ich hinter der Linse. Ich jage dem Licht nach, setze Momente in Szene und erzähle die Geschichten anderer. Aber heute drehen wir den Spieß um. Diesmal ist es meine Geschichte. Kein Interviewer, kein Skript – nur ich und die Fragen, die ihr mir wahrscheinlich auch stellen würdet. Ein kurzer Blick hinter die Kulissen, in den Antrieb hinter dem Record-Button.
Was hat dich überhaupt erst zur Kamera gebracht?
Ganz ehrlich: Es war nie der Plan. Ich habe als Koch angefangen – kein Witz. In der Küche lernst du, aus fast nichts etwas Cooles zu kreieren. Damals hatte ich nur eine kleine Canon, und ein lokaler Musiker fragte mich nach einem Musikvideo. Ich meinte: „Klar, aber es wird ziemlich rough aussehen.“ Er sagte, das sei egal. Das war mein erster Job. Irgendwo im Netz geistert das Ding noch rum. Von da an war es pure Neugier und der Spaß am Machen.
Dein bisheriges Lieblingsprojekt?
Definitiv „Beste falsche Freunde“ von Lazlo und Celine. Das war eine echte Challenge im besten Sinne. Wenn das Team stimmt und die Energie am Set greift, fühlt es sich einfach richtig an. An diese Produktion denke ich oft zurück.
Welche Geschichten erzählst du am liebsten?
Echte. Authentische, nahe, menschliche Momente. Mit Fiktion kann ich wenig anfangen. Mich ziehen echte Lebenswege an, rohe Momente und Dinge, die wirklich so passiert sind.
Wenn du überall auf der Welt drehen könntest – wo wäre das?
Irgendwo im ewigen Eis, vielleicht in der Antarktis. Brutale Kälte, dieses unglaubliche Licht und eine totale Stille. Klingt nach einer Grenzerfahrung, die ich unbedingt mal filmen will.
Dein Ort in Leipzig zum Abschalten?
Der Botanische Garten. Wenn ich Ruhe brauche, flüchte ich dort vor dem Lärm der Stadt. Leipzig hat diese grünen Inseln, auf denen man einfach mal tief durchatmen kann.
Dein Go-To Setup?
Meine RED DRAGON X. Ich liebe diesen Look – diese Textur, diese Seele im Bild. Sie braucht zwar etwas Zuneigung und ist kein klassisches Run-and-Gun-Setup, aber wenn sie liefert, dann richtig.
Wie findest du deinen kreativen Flow?
Musik. Immer und überall. Der richtige Track bringt mich in den richtigen Kopfspace und lässt den Vibe fließen. Ohne Soundtrack geht bei mir gar nichts.
Was verstehen Leute an deiner Arbeit oft falsch?
Dass es kompliziert sein muss. Ich versuche einfach direkt zu sein, ehrlich zu sagen, was ich denke, und meine Gedanken ungeschönt zu teilen. Das klärt meistens alles, bevor es überhaupt kompliziert werden kann.
Deine Traum-Kollaboration?
Ein Musikvideo in Jamaika. Ich liebe den Sound und die Energie dort. Mit Artists wie Protoje oder Damian Marley zu arbeiten, wäre ein absoluter Dream.
Der beste Rat zum Thema Kreativität?
„Um Künstler zu sein, musst du auch so leben.“ Das Zitat von Rick Rubin ist hängen geblieben.
Wie sieht dein Alltag aus?
Guter Kaffee ist Pflicht. Danach entscheidet die Agenda: Entweder bin ich draußen am Drehen oder ich sitze im Office, schneide Material oder plane den nächsten Move.
Welcher Film inspiriert dich immer wieder? G
anz klar: Get Rich or Die Tryin’. Ich habe eine Schwäche für die Neunziger – dieser rohe Stil, das Storytelling, die Stimmung. Den Film habe ich öfter gesehen als alles andere.
Wie gehst du mit kreativen Blockaden um?
Bewegung und Natur. Rausgehen, atmen, loslassen. Das Letzte ist das Schwerste. Manchmal musst du alles liegen lassen und am nächsten Tag komplett neu anfangen.
Lust auf mehr? Schau dir meine neuesten Projekte, Stills und Behind-the-Scenes-Clips im Portfolio an. Ich bin immer offen für frische Ideen, Musikvideos oder Brand-Films.



