Rapper auf der Bühne beim Splash Festival
Rapper auf der Bühne beim Splash Festival
Rapper auf der Bühne beim Splash Festival

Einblicke eines Festival-Videografen

In den letzten Jahren war ich tief in der Festivalwelt verwurzelt.

vidyofilms productions Tätowierter Mann

Nicky Fischer

Gründer von Vidyofilms

Einblicke eines Festival-Videografen

In den letzten Jahren war ich tief in der Festivalwelt verwurzelt.

vidyofilms productions Tätowierter Mann

Nicky Fischer

Gründer von Vidyofilms

splash!, Sputnik Spring Break, Wacken – ich war dabei. Als Teil von Aftermovie-Crews oder für exklusiven Brand-Content jage ich dem perfekten Shot hinterher. Festival-Alltag ist purer Stress und pure Magie zugleich. Man wechselt ständig die Perspektive, immer bereit für den nächsten Drop. Wer hier nicht antizipiert, verpasst die Story.


Festival-Shots: Instinkt schlägt Skript. 

Auf einem Festival kannst du viel planen, aber am Ende entscheidet dein Instinkt. Du musst die Energie der Crowd lesen, die Artists verstehen und spüren, wann der nächste Moment knallt, bevor er passiert.

Man trägt dabei eine fette Verantwortung: Du verkaufst das Gefühl für das nächste Jahr. Du zeigst die Größe, den Schlamm, den Schweiß und die Ekstase im besten Licht. Oft bist du dabei extrem nah an den Artists – da zählt Fokus und Respekt, keine Star-Allüren, nur der Shot. Egal ob Staubsturm, Starkregen oder mieses Licht: Keine Ausreden. Du passt dich an, schützt dein Gear und ziehst durch.



Der Wandel: Vom Aftermovie zum Real-Time Content

Früher war der Aftermovie das Heiligtum – ein episches Highlight-Video, das eine Woche später gedroppt ist und alles zusammengefasst hat. Heute ist das Spiel ein anderes.

Content ist schneller, direkter und hungriger geworden. Die Leute wollen Reels, kurze Clips und Social Edits sehen, während der Bass noch in der Magengrube drückt – am besten noch am selben Tag, direkt vom Gelände. Es geht nicht mehr nur um den einen „großen Film“, sondern darum, den Vibe in Echtzeit auf die Screens zu bringen. Die Produktionen sind schlanker und effizienter geworden, ohne dass wir beim Impact sparen dürfen.

Was diesen Wahnsinn aber wirklich zusammenhält, sind die Menschen.

Die Energie in den Teams ist unvergleichlich. Jeder ist voll fokussiert, jeder kennt seinen Part, und am Ende fügt sich das Chaos zu einem stimmigen Ganzen. Manchmal fühlt es sich so an, als würde das ganze Jahr über jeder Videograf sein eigenes Ding durchziehen – und auf den Festivals treffen wir uns dann alle wieder.

Wie eine Truppe Superhelden, die plötzlich am selben Ort auftaucht. Jeder hat sein eigenes Gear, seinen eigenen Stil und seine eigene Art, sich durch die Crowd zu bewegen, aber alle haben dasselbe Ziel: Momente in Bilder zu verwandeln, die sich so echt anfühlen, als stünde man selbst gerade im Moshpit. Schnell, roh und genau so, wie wir Content heute erleben.


festival aftermovie team deichbrand festival, a lot of camera cinema backstage

Momente, die bleiben

Mit der Zeit landest du in Situationen, die kein Drehbuch der Welt planen kann. Es sind diese Momente, die einfach passieren, wenn du zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist – und die Kamera bereit ist.

Mit Paula Hartmann im Helikopter über das Deichbrand-Gelände zu jagen, mit Machine Gun Kelly im Studio die Luft zu teilen, Sessions mit Legenden wie SidoHaftbefehl oder Trettmann zu begleiten oder diesen einen, rohen Freestyle-Moment mit Topaz Jones einzufangen.

Das sind die Erlebnisse, die hängen bleiben. Nicht wegen der großen Namen auf dem Line-up, sondern wegen der Energie im Raum, dem exklusiven Zugang und dem Vertrauen, genau diesen flüchtigen Augenblick festhalten zu dürfen. Es geht um das Privileg, dabei zu sein, wenn Kunst entsteht.


festival aftermovie team deichbrand festival, a lot of camera cinema backstage

Einer dieser Momente

Hin und wieder passiert etwas, das man nicht planen kann und nie vergisst. Direkt nachdem Machine Gun Kelly das Studio verlassen hatte, sind wir in eine kurze Freestyle-Session mit Topaz Jones geraten, der damals tatsächlich einer meiner Lieblingskünstler war. Die Stimmung war ganz entspannt — einfach einer dieser natürlichen Momente.



Einer dieser Momente

Manchmal passiert am Set etwas, das kein Plan der Welt hergibt und das du nie wieder vergisst. Direkt nachdem Machine Gun Kelly das Studio verlassen hatte, sind wir in eine spontane Freestyle-Session mit Topaz Jones reingeraten – der Typ war damals einer meiner absoluten Lieblingskünstler. Die Stimmung war komplett entspannt, einfach einer dieser natürlichen Momente.

Dann veränderte sich plötzlich alles. Die Leute wurden leiser, eine spürbare Nervosität lag in der Luft, und binnen Sekunden stand Mac Miller im Studio. Keine große Ankündigung, kein Setup – einfach einer dieser unwirklichen Momente, die man erst wirklich begreift, nachdem sie passiert sind.

Ruhe in Frieden, Mac.


mac miller in germany in the studio backstage with topaz jones

Gear & Setup: Simple, aber kompromisslos

Beim Equipment halte ich es wie in der Küche: Das Werkzeug muss verlässlich sein und zum Ziel führen. Meistens ist mein MacBook Pro die Zentrale – unverzichtbar für schnelle Turnarounds und den harten Schnitt-Alltag auf Festivals, wo Geschwindigkeit über alles geht.

Kameraseitig ziehe ich am liebsten mit der RED Dragon X 6K los. Ja, in manchen Situationen ist das vielleicht ein bisschen Overkill, aber ich liebe die Qualität und die Freiheit, die mir dieses System gibt. Wenn es darauf ankommt, liefert sie genau den Look, den ich im Kopf habe – ohne Kompromisse.



Glas & Sound: Lieber nah dran als weit weg

Bei den Linsen fahre ich einen ziemlich schmalen Kurs. Das Sigma 18–35mm ist mein absolutes Go-to – extrem vielseitig, schnell und die Allzweckwaffe für Run-and-Gun-Setups. Dazu habe ich meistens noch ein Ultraweitwinkel im Gepäck, irgendwas um die 11mm, wenn ich die volle Größe und Atmosphäre vom Set oder der Crowd einfangen will.

Was du bei mir fast nie sehen wirst: ein 70–200mm Tele. Das Ding passt einfach nicht zu meinem Stil. Ich will nicht aus der Distanz beobachten – ich will mittendrin sein. Ich bewege mich lieber mit dem Moment, statt ihn von weitem ranzuzoomen.

Beim Audio halte ich es ebenso direkt. Meistens reicht ein solides Shotgun-Mikro, um den Ambient-Sound sauber einzufangen, ohne das Setup aufzublähen. Und für die Pausen oder die ruhigen Momente dazwischen? Da habe ich immer meine Leica für Snapshots am Start. Anderes Tempo, anderes Gefühl, aber am Ende alles Teil derselben Geschichte.


PROJEKTE

Eine Auswahl an Projekten, an denen ich gearbeitet habe.


splash! Festival – Aftermovie


Deichbrand Aftermovie


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